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Archive für April 2010
Griechenland - das macht die Portokasse
30.4.2010 von Kai Drabe.
Die Zuspitzung der Nachrichten in den letzten Tagen, einhergehend mit der (beginnenden) Bonitätsherabstufung einzelner Mitglieder des Euro Raumes, lassen dunkle Wolken über Europa heranziehen.
Die (benötigte) finanzielle Unterstützung Griechenlands summiert sich innerhalb weniger Tage von 45 Mrd. € auf über 130 Mrd. € in den kommenden Jahren. Es sollen alle Euro Staaten diese Hilfe gemeinsam schultern; einen Großteil selbstverständlich die Bundesrepublik. Können die anderen Staaten denn überhaupt selbst mit helfen? Wir denken dabei nur an Italien und Spanien. Zwei der möglichen nächsten Kandidaten für ein finanzielles Desaster. Woher sollen diese Staaten denn das Geld nehmen um Griechenland zu helfen?
Wieviele Staatsschulden inkl. der kurzlaufenden Geldmarktpapiere und Zinsen müssen von den einzelnen Staaten im Jahre 2010 noch bedient werden?
Wir haben dazu recherchiert:
Griechenland: 24,7 Mrd. €
Portugal: 20,2 Mrd. €
Spanien: 80 Mrd. €
Irland: 9,4 Mrd. €
Italien: 150 Mrd. €
Deutschland: 189,22 Mrd. €
Zum Vergleich: Großbritannien hat noch umgerechnet 133 Mrd. € zu zahlen.
Allein der Bund muss im Juli 2010 13,389 Mrd. € Zinsen und 30,326 Mrd. € Tilgung zahlen.
Bei näherer Betrachtung dieser Zahlen merken wir, wie schnell sich die dunklen Wolken zu starken Gewitterwolken über dem Euro entwicklen können. Die Politik fordert mit Ankündigungen der Sicherung einzelner Staaten die Märkte nur zu weiteren und größeren Wetten heraus. Jede politische Zusage der Sicherung gleicht einem Blankoscheck für die Märkte!
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